Darum geht es
Wird ein Mitarbeiterkonto übernommen, nutzen Angreifer es oft, um tausende Spam- oder Phishing-Mails zu versenden. Feste Versandobergrenzen bremsen das und sperren das Konto beim Überschreiten automatisch. Gleichzeitig werden Sie benachrichtigt und können eingreifen.
Was passieren kann
Ohne Grenze kann ein gekapertes Konto massenhaft Betrugsmails an Kunden schicken. Ihre Domain kann auf Sperrlisten landen, sodass reguläre Geschäftsmails nicht mehr ankommen.
Schritt für Schritt
Öffnen Sie im Defender-Portal unter Bedrohungsrichtlinien > Antispam die „Antispam-Ausgangsrichtlinie (Standard)“.
Setzen Sie Empfängergrenzen, z. B. extern 500 pro Stunde, intern 1.000 pro Stunde und 1.000 pro Tag. Prüfen Sie vorher, ob Konten wie Newsletter-Versender mehr brauchen.
Wählen Sie bei Überschreitung „Benutzer am Senden von E-Mails hindern“.
Aktivieren Sie die Benachrichtigung bei verdächtigem Versand und hinterlegen Sie ein überwachtes Admin-Postfach.
Legen Sie fest, wer gesperrte Konten prüft und wieder freigibt (Defender-Portal > E-Mail & Zusammenarbeit > Überprüfen > „Eingeschränkte Entitäten“, engl. „Restricted entities“).
Hier finden Sie die Einstellung
- Microsoft Defender-Portal (security.microsoft.com)
- E-Mail & Zusammenarbeit
- Richtlinien & Regeln
- Bedrohungsrichtlinien
- Antispam
- Antispam-Ausgangsrichtlinie (Standard)
- Schutzeinstellungen
So prüfen Sie es selbst
Öffnen Sie den Klickpfad oben und sehen Sie nach. In Ordnung ist die Einstellung, wenn gilt:
Der Ausgangs-Spamfilter begrenzt den Massenversand
So prüft Auditspiegel es
Auditspiegel liest diese Einstellung bei jedem Scan automatisch und nur lesend aus Ihrem Tenant aus. Ist sie nicht erfüllt, steht sie im Bericht als Befund mit dieser Anleitung, dem Messwert, wo es einen gibt, und dem Klickpfad.
Für Ihre IT: per PowerShell nachsehen
Exchange Online PowerShell: `Get-HostedOutboundSpamFilterPolicy | fl RecipientLimit*,ActionWhenThresholdReached,NotifyOutboundSpam,NotifyOutboundSpamRecipients`. Sollaktion: BlockUser.
Bezüge
- BSI IT-Grundschutz-Kompendium (Edition 2023)
- APP.5.3.A2: Sicherer Betrieb von E-Mail-Servern
- DSGVO Art. 32 Abs. 1
- lit. b: Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit und Belastbarkeit
Die SCuBA-Baselines veröffentlicht die US-Behörde CISA gemeinfrei (CC0). Die Zuordnung der Bezüge stammt von uns; CISA, BSI und Microsoft prüfen oder empfehlen Auditspiegel nicht. Prüfkatalog von Auditspiegel, Bezug zu den SCuBA-Baselines in Version 2.0.0.