Darum geht es
Der Eingangs-Spamfilter sortiert unerwünschte Werbung, Spam und Phishing aus, bevor sie im Posteingang landen. Entscheidend ist, dass gefährliche Kategorien wie Phishing in die Quarantäne gehen und keine ganzen Domains pauschal als „sicher“ freigegeben sind.
Was passieren kann
Ein zu lasch eingestellter Filter lässt Phishing und Schadsoftware in die Postfächer. Pauschal freigegebene Domains lassen sich von Angreifern leicht als Absender fälschen.
Schritt für Schritt
Öffnen Sie im Defender-Portal unter Bedrohungsrichtlinien > Antispam die „Antispam-Eingangsrichtlinie (Standard)“.
Setzen Sie die Aktionen für Phishing und Phishing mit hoher Zuverlässigkeit auf „Nachricht in Quarantäne verschieben“, ebenso für Spam mit hoher Zuverlässigkeit.
Entfernen Sie Einträge unter „Zugelassene Domänen“; einzelne zugelassene Absender nur in begründeten Ausnahmen.
Lassen Sie die automatische Bereinigung nach Zustellung (ZAP) für Spam und Phishing aktiviert.
Setzen Sie den Schwellenwert für Massen-E-Mail auf höchstens 6 (Microsoft-Voreinstellung „Standard“ 6, „Strict“ 5).
Setzen Sie die Aufbewahrungsdauer für Nachrichten in der Quarantäne auf 30 Tage (Standardrichtlinie ab Werk 15 Tage).
Prüfen Sie auch eigene Antispam-Eingangsrichtlinien, denn die Prüfung bewertet jede Richtlinie. Alternativ erfüllt die voreingestellte Sicherheitsrichtlinie „Standard“ oder „Strict“, angewendet auf alle Empfänger, diese Empfehlung (Bedrohungsrichtlinien > Voreingestellte Sicherheitsrichtlinien).
Beobachten Sie die Quarantäne in der ersten Woche und informieren Sie Mitarbeitende, wie sie Freigaben anfragen.
Hier finden Sie die Einstellung
- Microsoft Defender-Portal (security.microsoft.com)
- E-Mail & Zusammenarbeit
- Richtlinien & Regeln
- Bedrohungsrichtlinien
- Antispam
- Antispam-Eingangsrichtlinie (Standard)
So prüfen Sie es selbst
Öffnen Sie den Klickpfad oben und sehen Sie nach. In Ordnung ist die Einstellung, wenn gilt:
Der Eingangs-Spamfilter ist konfiguriert
So prüft Auditspiegel es
Auditspiegel liest diese Einstellung bei jedem Scan automatisch und nur lesend aus Ihrem Tenant aus. Ist sie nicht erfüllt, steht sie im Bericht als Befund mit dieser Anleitung, dem Messwert, wo es einen gibt, und dem Klickpfad.
Für Ihre IT: per PowerShell nachsehen
Exchange Online PowerShell: `Get-HostedContentFilterPolicy | fl Name,SpamAction,HighConfidenceSpamAction,PhishSpamAction,HighConfidencePhishAction,BulkThreshold,SpamZapEnabled,PhishZapEnabled,QuarantineRetentionPeriod,AllowedSenderDomains`. Sollwerte: BulkThreshold höchstens 6, Quarantine für HighConfidenceSpamAction, PhishSpamAction und HighConfidencePhishAction, ZAP an, QuarantineRetentionPeriod mindestens 30.
Bezüge
- SCuBA-Baselines der CISA
- MS.SECURITYSUITE.6.1v1: Spam und Phishing nicht im Posteingang zustellen
- BSI IT-Grundschutz-Kompendium (Edition 2023)
- APP.5.3.A4: Spam- und Virenschutz auf dem E-Mail-Server
- DSGVO Art. 32 Abs. 1
- lit. b: Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit und Belastbarkeit
Die SCuBA-Baselines veröffentlicht die US-Behörde CISA gemeinfrei (CC0). Die Zuordnung der Bezüge stammt von uns; CISA, BSI und Microsoft prüfen oder empfehlen Auditspiegel nicht. Prüfkatalog von Auditspiegel, Bezug zu den SCuBA-Baselines in Version 2.0.0.