Darum geht es
Phishing-Mails ahmen bekannte Personen oder Firmen nach, um an Passwörter oder Geld zu kommen. Die Anti-Phishing-Richtlinie erkennt gefälschte Absender und Nachahmungen Ihrer Geschäftsführung oder Ihrer Domain und verschiebt solche Mails in die Quarantäne.
Was passieren kann
Unzureichend konfigurierter Phishing-Schutz lässt gezielte Betrugsmails durch, etwa gefälschte Zahlungsanweisungen der Geschäftsführung. Folgen sind Fehlüberweisungen und übernommene Konten.
Schritt für Schritt
Öffnen Sie im Defender-Portal unter Bedrohungsrichtlinien den Bereich „Antiphishing“ und bearbeiten Sie die Standardrichtlinie oder legen Sie eine Richtlinie für alle Empfänger an.
Setzen Sie den Phishing-Schwellenwert auf mindestens „3 – Aggressiver“ (Wert der Voreinstellung „Standard“) und lassen Sie die Spoofintelligenz aktiviert.
Mit Defender für Office 365 Plan 1 (z. B. in Microsoft 365 Business Premium): Schützen Sie Geschäftsführung und Buchhaltung als Benutzer sowie Ihre eigenen Domains vor Identitätswechsel.
Aktivieren Sie „Postfachintelligenz aktivieren“ und „Intelligenz für Identitätswechselschutz aktivieren“ und stellen Sie erkannte Identitätswechsel unter Quarantäne.
Schalten Sie den Sicherheitstipp für den ersten Kontakt und die Sicherheitstipps für Identitätswechsel ein.
Pragmatische Alternative: Aktivieren Sie die voreingestellte Sicherheitsrichtlinie „Standard“ und tragen Sie dort die zu schützenden Personen ein.
Hier finden Sie die Einstellung
- Microsoft Defender-Portal (security.microsoft.com)
- E-Mail & Zusammenarbeit
- Richtlinien & Regeln
- Bedrohungsrichtlinien
- Antiphishing
So prüfen Sie es selbst
Öffnen Sie den Klickpfad oben und sehen Sie nach. In Ordnung ist die Einstellung, wenn gilt:
Die Anti-Phishing-Einstellungen sind vollständig konfiguriert
So prüft Auditspiegel es
Auditspiegel liest diese Einstellung bei jedem Scan automatisch und nur lesend aus Ihrem Tenant aus. Ist sie nicht erfüllt, steht sie im Bericht als Befund mit dieser Anleitung, dem Messwert, wo es einen gibt, und dem Klickpfad.
Fehlt Ihrem Tenant die nötige Lizenz, bewertet der Bericht die Prüfung nicht als Mangel, sondern nennt sie als „Lizenz fehlt“.
Für Ihre IT: per PowerShell nachsehen
Exchange Online PowerShell: `Get-AntiPhishPolicy | fl Name,Enabled,PhishThresholdLevel,EnableMailboxIntelligence,EnableMailboxIntelligenceProtection,EnableOrganizationDomainsProtection,EnableFirstContactSafetyTips,EnableTargetedUserProtection`. Sollwerte: PhishThresholdLevel mindestens 3, übrige True.
Bezüge
- SCuBA-Baselines der CISA
- MS.SECURITYSUITE.2.1v1: Identitätswechselschutz für besonders gefährdete KontenMS.SECURITYSUITE.2.2v1: Identitätswechselschutz für eigene Domains
- BSI IT-Grundschutz-Kompendium (Edition 2023)
- APP.5.3.A4: Spam- und Virenschutz auf dem E-Mail-Server
- DSGVO Art. 32 Abs. 1
- lit. b: Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit und Belastbarkeit
Die SCuBA-Baselines veröffentlicht die US-Behörde CISA gemeinfrei (CC0). Die Zuordnung der Bezüge stammt von uns; CISA, BSI und Microsoft prüfen oder empfehlen Auditspiegel nicht. Prüfkatalog von Auditspiegel, Bezug zu den SCuBA-Baselines in Version 2.0.0.