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Anleitung für Microsoft 365: Eigene Liste gesperrter Kennwörter anlegen (z. B. Firmenname)

Die benutzerdefinierte Liste gesperrter Kennwörter wird aktiviert und mit firmenspezifischen Begriffen gefüllt.

Darum geht es

Viele Mitarbeitende wählen Kennwörter, die den Firmennamen, den Ort oder Produktnamen enthalten. Genau diese Begriffe probieren Angreifer zuerst aus. Mit einer eigenen Sperrliste lehnt Microsoft 365 solche Kennwörter automatisch ab.

Was passieren kann

Leicht zu erratende Kennwörter mit Firmenbezug ermöglichen Kontoübernahmen durch gezieltes Ausprobieren (Password Spraying).

Schritt für Schritt

  1. Öffnen Sie Entra ID > Authentifizierungsmethoden > Kennwortschutz (erfordert Microsoft Entra ID P1).

  2. Stellen Sie „Benutzerdefinierte Liste erzwingen“ auf „Ja“.

  3. Tragen Sie unter „Benutzerdefinierte Liste gesperrter Kennwörter“ Begriffe ein: Firmenname, Abkürzungen, Ort, Produkt- und Markennamen, Sportverein (je 4–16 Zeichen, eine Zeile pro Begriff).

  4. Speichern Sie. Die Liste greift bei der nächsten Kennwortänderung, bestehende Kennwörter bleiben gültig.

  5. Bei lokalem AD: Prüfen Sie, ob der Entra-Kennwortschutz-Agent auf den Domänencontrollern eingesetzt werden soll.

Hier finden Sie die Einstellung

  1. Microsoft Entra Admin Center (entra.microsoft.com)
  2. Entra ID
  3. Authentifizierungsmethoden
  4. Kennwortschutz

So prüfen Sie es selbst

Öffnen Sie den Klickpfad oben und sehen Sie nach. In Ordnung ist die Einstellung, wenn gilt:

Eine eigene Liste gesperrter Kennwörter (z. B. Firmenname) ist aktiv

So prüft Auditspiegel es

Auditspiegel liest diese Einstellung bei jedem Scan automatisch und nur lesend aus Ihrem Tenant aus. Ist sie nicht erfüllt, steht sie im Bericht als Befund mit dieser Anleitung, dem Messwert, wo es einen gibt, und dem Klickpfad.

Fehlt Ihrem Tenant die nötige Lizenz, bewertet der Bericht die Prüfung nicht als Mangel, sondern nennt sie als „Lizenz fehlt“.

Für Ihre IT: per PowerShell nachsehen
Microsoft Graph PowerShell: (Get-MgBetaDirectorySetting | ? DisplayName -eq 'Password Rule Settings').Values | ? Name -in 'EnableBannedPasswordCheck','BannedPasswordList'

Bezüge

BSI IT-Grundschutz-Kompendium (Edition 2023)
ORP.4.A8: Regelung des PasswortgebrauchsORP.4.A22: Regelung zur Passwortqualität
DSGVO Art. 32 Abs. 1
lit. b: Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit und Belastbarkeit
Microsoft Secure Score
Zu dieser Einstellung gibt es eine Maßnahme im Microsoft Secure Score.

Die SCuBA-Baselines veröffentlicht die US-Behörde CISA gemeinfrei (CC0). Die Zuordnung der Bezüge stammt von uns; CISA, BSI und Microsoft prüfen oder empfehlen Auditspiegel nicht. Prüfkatalog von Auditspiegel, Bezug zu den SCuBA-Baselines in Version 2.0.0.

Alle Einstellungen auf einmal prüfen

Auditspiegel liest Ihre Microsoft-365-Einstellungen automatisch und nur lesend aus. Der Bericht zeigt, was offen ist, das Dringendste zuerst, und nennt zu jedem Befund diese Anleitung.

Findet der Bericht keinen einzigen Handlungsbedarf und nichts Kritisches, erstatten wir die 149 €. Bedingungen in den AGB, §5b