Darum geht es
Moderne Authentifizierung ist die Voraussetzung dafür, dass Outlook für Windows MFA und den bedingten Zugriff nutzt. Ist sie ausgeschaltet, versucht Outlook die Standardauthentifizierung mit Benutzername und Kennwort, die Microsoft in Exchange Online bereits abgeschaltet hat. Seit 2017 ist die Einstellung standardmäßig eingeschaltet; ausgeschaltet ist sie meist nur noch durch alte Anpassungen.
Was passieren kann
Outlook-Verbindungen schlagen fehl oder umgehen MFA und bedingten Zugriff, sobald Microsoft die Standardauthentifizierung irgendwo noch zulässt. Mitarbeitende weichen dann oft auf unsichere Wege aus.
Schritt für Schritt
Öffnen Sie im Microsoft 365 Admin Center Einstellungen > Organisationseinstellungen > Dienste > Moderne Authentifizierung.
Aktivieren Sie „Moderne Authentifizierung für Outlook 2013 für Windows und höher aktivieren (empfohlen)“ und speichern Sie.
Prüfen Sie per Exchange Online PowerShell, dass OAuth2ClientProfileEnabled „True“ ist.
Ersetzen Sie Outlook-Versionen ohne Microsoft-Support (Outlook 2019 und älter; Support-Ende spätestens Oktober 2025) durch Microsoft 365 Apps oder ein aktuelles Office.
Testen Sie mit einem Pilotbenutzer, dass Outlook bei der Anmeldung die MFA-Abfrage zeigt.
Hier finden Sie die Einstellung
- Microsoft 365 Admin Center (admin.microsoft.com)
- Einstellungen
- Organisationseinstellungen
- Dienste
- Moderne Authentifizierung
So prüfen Sie es selbst
Öffnen Sie den Klickpfad oben und sehen Sie nach. In Ordnung ist die Einstellung, wenn gilt:
Moderne Authentifizierung für Outlook ist in Exchange Online eingeschaltet
So prüft Auditspiegel es
Auditspiegel liest diese Einstellung bei jedem Scan automatisch und nur lesend aus Ihrem Tenant aus. Ist sie nicht erfüllt, steht sie im Bericht als Befund mit dieser Anleitung, dem Messwert, wo es einen gibt, und dem Klickpfad.
Für Ihre IT: per PowerShell nachsehen
Exchange Online PowerShell: Get-OrganizationConfig | fl OAuth2ClientProfileEnabled; aktivieren mit Set-OrganizationConfig -OAuth2ClientProfileEnabled $true
Bezüge
- BSI IT-Grundschutz-Kompendium (Edition 2023)
- APP.5.3.A2: Sicherer Betrieb von E-Mail-Servern
- DSGVO Art. 32 Abs. 1
- lit. b: Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit und Belastbarkeit
Die SCuBA-Baselines veröffentlicht die US-Behörde CISA gemeinfrei (CC0). Die Zuordnung der Bezüge stammt von uns; CISA, BSI und Microsoft prüfen oder empfehlen Auditspiegel nicht. Prüfkatalog von Auditspiegel, Bezug zu den SCuBA-Baselines in Version 2.0.0.