Zusammenarbeit

Anleitung für Microsoft 365: Gefährdete Konten als Prioritätskonten markieren und schützen

Besonders gefährdete Konten werden als Prioritätskonten markiert; mit Defender für Office 365 Plan 2 erhalten sie zusätzlich den Schutz von Prioritätskonten.

Darum geht es

Angreifer suchen sich gezielt Personen mit Entscheidungsbefugnis oder Zugriff auf Geld aus, etwa Geschäftsführung und Buchhaltung. Als Prioritätskonten markiert, lassen sich diese Konten gezielt strenger schützen, und Vorfälle sind in Berichten und Warnungen sofort erkennbar.

Was passieren kann

Erfolgreiche Angriffe auf Geschäftsführung oder Buchhaltung führen besonders häufig zu Überweisungsbetrug und dem Abfluss sensibler Daten.

Schritt für Schritt

  1. Bestimmen Sie die besonders gefährdeten Personen, z. B. Geschäftsführung, Buchhaltung, Personal und Admins (maximal 250 Konten).

  2. Markieren Sie die Personen im Microsoft 365 Admin Center unter Benutzer > Aktive Benutzer > Weitere Aktionen > „Prioritätskonten verwalten“ oder im Defender-Portal unter Einstellungen > E-Mail & Zusammenarbeit > Benutzertags (Tag „Prioritätskonto“).

  3. Prüfen Sie, welche Funktionen Ihre Lizenz abdeckt; Filter nach Prioritätskonten in Warnungen und Berichten erfordern Defender für Office 365 Plan 1 (z. B. in Microsoft 365 Business Premium), der zusätzliche Schutz von Prioritätskonten Plan 2.

  4. Mit Plan 2: Prüfen Sie im Defender-Portal unter Einstellungen > E-Mail & Zusammenarbeit > Schutz von Prioritätskonten, dass der Schutz eingeschaltet ist (Standard).

  5. Unabhängig von der Lizenz: Weisen Sie diesen Personen die voreingestellte Sicherheitsrichtlinie „Strenger Schutz“ zu.

  6. Kontrollieren Sie per PowerShell, dass die Konten als Prioritätskonto (VIP) geführt werden.

Hier finden Sie die Einstellung

  1. Microsoft 365 Admin Center (admin.microsoft.com)
  2. Benutzer
  3. Aktive Benutzer
  4. Prioritätskonten verwalten

oder

  1. Microsoft Defender-Portal (security.microsoft.com)
  2. Einstellungen
  3. E-Mail & Zusammenarbeit
  4. Benutzertags

So prüfen Sie es selbst

Öffnen Sie den Klickpfad oben und sehen Sie nach. In Ordnung ist die Einstellung, wenn gilt:

Besonders gefährdete Konten (Geschäftsführung, Buchhaltung) sind als Prioritätskonten geschützt

So prüft Auditspiegel es

Auditspiegel liest diese Einstellung bei jedem Scan automatisch und nur lesend aus Ihrem Tenant aus. Ist sie nicht erfüllt, steht sie im Bericht als Befund mit dieser Anleitung, dem Messwert, wo es einen gibt, und dem Klickpfad.

Fehlt Ihrem Tenant die nötige Lizenz, bewertet der Bericht die Prüfung nicht als Mangel, sondern nennt sie als „Lizenz fehlt“.

Für Ihre IT: per PowerShell nachsehen
Exchange Online PowerShell: Get-User -IsVIP | Select UserPrincipalName; markieren mit Set-User -Identity <upn> -VIP $true; Status: Get-EmailTenantSettings | fl EnablePriorityAccountProtection

Bezüge

BSI IT-Grundschutz-Kompendium (Edition 2023)
APP.5.3.A4: Spam- und Virenschutz auf dem E-Mail-Server
DSGVO Art. 32 Abs. 1
lit. b: Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit und Belastbarkeit

Die SCuBA-Baselines veröffentlicht die US-Behörde CISA gemeinfrei (CC0). Die Zuordnung der Bezüge stammt von uns; CISA, BSI und Microsoft prüfen oder empfehlen Auditspiegel nicht. Prüfkatalog von Auditspiegel, Bezug zu den SCuBA-Baselines in Version 2.0.0.

Alle Einstellungen auf einmal prüfen

Auditspiegel liest Ihre Microsoft-365-Einstellungen automatisch und nur lesend aus. Der Bericht zeigt, was offen ist, das Dringendste zuerst, und nennt zu jedem Befund diese Anleitung.

Findet der Bericht keinen einzigen Handlungsbedarf und nichts Kritisches, erstatten wir die 149 €. Bedingungen in den AGB, §5b