Darum geht es
Mit einem SPF-Eintrag in Ihrer Domain legen Sie öffentlich fest, welche Server E-Mails in Ihrem Namen versenden dürfen. Empfänger können so gefälschte Mails mit Ihrer Absenderadresse erkennen. Ohne SPF werden Ihre eigenen Mails zudem häufiger als Spam eingestuft.
Was passieren kann
Betrüger können ungehindert Mails mit Ihrer Absenderadresse an Kunden schicken, z. B. gefälschte Rechnungen mit geänderter Bankverbindung.
Schritt für Schritt
Ermitteln Sie alle Dienste, die in Ihrem Namen E-Mails versenden: Microsoft 365, Newsletter-Tool, Warenwirtschaft, Ticketsystem usw.
Legen Sie beim DNS-Anbieter Ihrer Domain einen TXT-Eintrag an, z. B. „v=spf1 include:spf.protection.outlook.com -all“, ergänzt um die includes Ihrer weiteren Dienste.
Achten Sie darauf, dass es nur einen SPF-Eintrag pro Domain gibt und höchstens 10 DNS-Abfragen entstehen.
Wiederholen Sie das für jede Domain, auch für Domains, die gar keine Mails versenden („v=spf1 -all“).
Prüfen Sie den Eintrag mit Resolve-DnsName oder einem SPF-Prüfwerkzeug und senden Sie eine Testmail an ein externes Postfach.
Hier finden Sie die Einstellung
- DNS-Verwaltung Ihres Domain-Anbieters
oder
- Sollwerte unter Microsoft 365 Admin Center (admin.microsoft.com)
- Einstellungen
- Domänen
- [Domain]
- DNS-Einträge
So prüfen Sie es selbst
Öffnen Sie den Klickpfad oben und sehen Sie nach. In Ordnung ist die Einstellung, wenn gilt:
Für alle Domains ist ein gültiger SPF-Eintrag veröffentlicht, der fremde Absender als nicht berechtigt ausweist
So prüft Auditspiegel es
Auditspiegel liest diese Einstellung bei jedem Scan automatisch und nur lesend aus Ihrem Tenant aus. Ist sie nicht erfüllt, steht sie im Bericht als Befund mit dieser Anleitung, dem Messwert, wo es einen gibt, und dem Klickpfad.
Für Ihre IT: per PowerShell nachsehen
Geprüft wird je verifizierter Domain (ohne onmicrosoft.com): genau ein TXT-Eintrag „v=spf1 …“, Abschluss mit „-all“ oder „~all“, höchstens 10 DNS-Abfragen (include, a, mx, ptr, exists, redirect, rekursiv gezählt) und bei Domains mit E-Mail-Dienst „include:spf.protection.outlook.com“. PowerShell: Resolve-DnsName -Name <ihre-domain.de> -Type TXT | ? Strings -match 'v=spf1'
Bezüge
- SCuBA-Baselines der CISA
- MS.EXO.2.2v3: SPF-Eintrag für jede Domain veröffentlichen
- BSI IT-Grundschutz-Kompendium (Edition 2023)
- APP.5.3.A9: Erweiterte Sicherheitsmaßnahmen auf dem E-Mail-Server
- DSGVO Art. 32 Abs. 1
- lit. b: Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit und Belastbarkeit
Die SCuBA-Baselines veröffentlicht die US-Behörde CISA gemeinfrei (CC0). Die Zuordnung der Bezüge stammt von uns; CISA, BSI und Microsoft prüfen oder empfehlen Auditspiegel nicht. Prüfkatalog von Auditspiegel, Bezug zu den SCuBA-Baselines in Version 2.0.0.