Darum geht es
„Sichere Links“ prüft Links beim Anklicken auf bekannte Schadseiten. Viele Angriffe kommen aber nicht per Mail-Text, sondern als Link in Word-, Excel- oder PowerPoint-Dateien. Ist der Schutz für Office-Apps aktiv, werden auch diese Links geprüft.
Was passieren kann
Ein Klick auf einen schädlichen Link in einem Office-Dokument kann zur Preisgabe von Zugangsdaten oder zur Infektion mit Schadsoftware führen.
Schritt für Schritt
Prüfen Sie, ob Microsoft Defender für Office 365 Plan 1 lizenziert ist (z. B. in Microsoft 365 Business Premium enthalten).
Empfohlen: Weisen Sie unter „Voreingestellte Sicherheitsrichtlinien“ allen Benutzern den Standardschutz zu. Er enthält passende Einstellungen für sichere Links.
Alternativ öffnen Sie Bedrohungsrichtlinien > Sichere Links und erstellen eine Richtlinie für alle Empfänger.
Aktivieren Sie darin den Schutz für E-Mail, Teams und Office-Apps, die Klickverfolgung, und deaktivieren Sie „Benutzern das Durchklicken zur ursprünglichen URL erlauben“.
Testen Sie mit einem Pilotbenutzer, dass Links in Dokumenten geprüft werden.
Prüfen Sie die Einstellung per PowerShell (siehe Hinweis).
Hier finden Sie die Einstellung
- Microsoft Defender-Portal (security.microsoft.com)
- E-Mail & Zusammenarbeit
- Richtlinien & Regeln
- Bedrohungsrichtlinien
- Sichere Links
So prüfen Sie es selbst
Öffnen Sie den Klickpfad oben und sehen Sie nach. In Ordnung ist die Einstellung, wenn gilt:
Sichere Links schützen auch Office-Anwendungen
So prüft Auditspiegel es
Auditspiegel liest diese Einstellung bei jedem Scan automatisch und nur lesend aus Ihrem Tenant aus. Ist sie nicht erfüllt, steht sie im Bericht als Befund mit dieser Anleitung, dem Messwert, wo es einen gibt, und dem Klickpfad.
Fehlt Ihrem Tenant die nötige Lizenz, bewertet der Bericht die Prüfung nicht als Mangel, sondern nennt sie als „Lizenz fehlt“.
Für Ihre IT: per PowerShell nachsehen
Exchange Online PowerShell: Get-SafeLinksPolicy | fl Name,EnableSafeLinksForEmail,EnableSafeLinksForOffice,EnableSafeLinksForTeams,TrackClicks,AllowClickThrough
Bezüge
- SCuBA-Baselines der CISA
- MS.SECURITYSUITE.7.1v1: Links in E-Mails, Teams und Office-Dokumenten prüfen
- BSI IT-Grundschutz-Kompendium (Edition 2023)
- OPS.1.1.4.A2: Nutzung systemspezifischer Schutzmechanismen
- DSGVO Art. 32 Abs. 1
- lit. b: Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit und Belastbarkeit
Die SCuBA-Baselines veröffentlicht die US-Behörde CISA gemeinfrei (CC0). Die Zuordnung der Bezüge stammt von uns; CISA, BSI und Microsoft prüfen oder empfehlen Auditspiegel nicht. Prüfkatalog von Auditspiegel, Bezug zu den SCuBA-Baselines in Version 2.0.0.