Daten und Freigaben

Anleitung für Microsoft 365: Vertraulichkeitsbezeichnungen anlegen und veröffentlichen

Vertraulichkeitsbezeichnungen werden erstellt und über eine Bezeichnungsrichtlinie an die Mitarbeitenden veröffentlicht.

Darum geht es

Mit Vertraulichkeitsbezeichnungen wie „Intern“ oder „Vertraulich“ kennzeichnen Mitarbeitende Dokumente und E-Mails. Je nach Stufe kann Microsoft 365 automatisch verschlüsseln, eine Kennzeichnung einblenden oder die Weitergabe an Externe verhindern. So bleibt der Schutz auch beim Weiterleiten erhalten.

Was passieren kann

Vertrauliche Dokumente sind nicht erkennbar und ungeschützt; einmal weitergeleitet, lassen sie sich nicht mehr kontrollieren.

Schritt für Schritt

  1. Legen Sie ein einfaches Schema mit drei bis vier Stufen fest, z. B. „Öffentlich“, „Intern“, „Vertraulich“, „Streng vertraulich“.

  2. Erstellen Sie im Purview Portal unter Information Protection > Vertraulichkeitsbezeichnungen die Bezeichnungen mit Kennzeichnung und ggf. Verschlüsselung.

  3. Veröffentlichen Sie die Bezeichnungen über „Bezeichnungen veröffentlichen“ an alle Benutzer oder zunächst eine Pilotgruppe.

  4. Legen Sie eine Standardbezeichnung (z. B. „Intern“) fest und schulen Sie die Mitarbeitenden kurz.

  5. Prüfen Sie in Word/Outlook, ob die Schaltfläche „Vertraulichkeit“ erscheint (Verteilung kann bis zu 24 Stunden dauern).

Hier finden Sie die Einstellung

  1. Microsoft Purview Portal (purview.microsoft.com)
  2. Lösungen
  3. Information Protection
  4. Vertraulichkeitsbezeichnungen

So prüfen Sie es selbst

Öffnen Sie den Klickpfad oben und sehen Sie nach. In Ordnung ist die Einstellung, wenn gilt:

Vertraulichkeitsbezeichnungen (z. B. „Intern", „Vertraulich") sind veröffentlicht

So prüft Auditspiegel es

Auditspiegel liest diese Einstellung bei jedem Scan automatisch und nur lesend aus Ihrem Tenant aus. Ist sie nicht erfüllt, steht sie im Bericht als Befund mit dieser Anleitung, dem Messwert, wo es einen gibt, und dem Klickpfad.

Für Ihre IT: per PowerShell nachsehen
Security & Compliance PowerShell (Connect-IPPSSession): Get-Label | Select DisplayName,Priority; Get-LabelPolicy | fl Name,Labels,Mode

Bezüge

BSI IT-Grundschutz-Kompendium (Edition 2023)
CON.9.A2: Regelung des Informationsaustausches
DSGVO Art. 32 Abs. 1
lit. a: Pseudonymisierung und Verschlüsselunglit. b: Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit und Belastbarkeit
Microsoft Secure Score
Zu dieser Einstellung gibt es eine Maßnahme im Microsoft Secure Score.

Die SCuBA-Baselines veröffentlicht die US-Behörde CISA gemeinfrei (CC0). Die Zuordnung der Bezüge stammt von uns; CISA, BSI und Microsoft prüfen oder empfehlen Auditspiegel nicht. Prüfkatalog von Auditspiegel, Bezug zu den SCuBA-Baselines in Version 2.0.0.

Alle Einstellungen auf einmal prüfen

Auditspiegel liest Ihre Microsoft-365-Einstellungen automatisch und nur lesend aus. Der Bericht zeigt, was offen ist, das Dringendste zuerst, und nennt zu jedem Befund diese Anleitung.

Findet der Bericht keinen einzigen Handlungsbedarf und nichts Kritisches, erstatten wir die 149 €. Bedingungen in den AGB, §5b