Darum geht es
Teams erlaubt auch Chats mit privaten Teams-Konten, die keinem Unternehmen gehören (z. B. Teams Free mit Microsoft-Konto). Solche Konten sind schnell und anonym angelegt und werden für Phishing und Betrug genutzt. Für den Geschäftsalltag sind sie in aller Regel nicht nötig.
Was passieren kann
Betrüger können sich mit einem privaten Teams-Konto als Kunde oder Support ausgeben und Mitarbeitende zu Zahlungen oder Klicks auf Schadlinks bewegen.
Schritt für Schritt
Klären Sie, ob einzelne Bereiche (z. B. Vertrieb) bewusst mit privaten Teams-Konten kommunizieren müssen.
Öffnen Sie im Teams Admin Center Benutzer > Externer Zugriff.
Deaktivieren Sie „Personen in meiner Organisation können mit nicht verwalteten Teams-Konten kommunizieren“ und speichern Sie.
Wird der Austausch für wenige Personen benötigt: Lassen Sie die Organisationseinstellung an, entfernen Sie aber den Haken bei „Externe Benutzer mit Teams-Konten, die nicht von einer Organisation verwaltet werden, können Benutzer in meiner Organisation kontaktieren“. Schalten Sie die Kommunikation auf der Registerkarte „Richtlinien“ in der organisationsweiten Standardrichtlinie aus und erlauben Sie sie nur in einer eigenen Richtlinie, die Sie diesen Personen zuweisen.
Testen Sie mit einem privaten Teams-Konto, dass keine Chatanfrage mehr ankommt.
Hier finden Sie die Einstellung
- Teams Admin Center (admin.teams.microsoft.com)
- Benutzer
- Externer Zugriff
- Organisationseinstellungen
So prüfen Sie es selbst
Öffnen Sie den Klickpfad oben und sehen Sie nach. In Ordnung ist die Einstellung, wenn gilt:
Kommunikation mit nicht verwalteten Teams-Konten ist gesperrt
So prüft Auditspiegel es
Diese Einstellung prüft Auditspiegel derzeit nicht automatisch. Der Bericht führt sie im Abschnitt „Was wir nicht geprüft haben“ mit diesem Grund auf:
Microsoft stellt diese Teams-Einstellung nur im Teams Admin Center und über Teams PowerShell bereit, nicht über eine Schnittstelle, die Auditspiegel lesen kann. Bitte prüfen Sie sie im Teams Admin Center (admin.teams.microsoft.com) anhand der Empfehlung; Ihr IT-Dienstleister kann dafür auch den PowerShell-Befehl aus dem technischen Hinweis verwenden.
Für Ihre IT: per PowerShell nachsehen
Teams PowerShell: Get-CsTenantFederationConfiguration | fl AllowTeamsConsumer,AllowTeamsConsumerInbound. Erwartet: False. Setzen: Set-CsTenantFederationConfiguration -AllowTeamsConsumer $false -AllowTeamsConsumerInbound $false. Ausnahme für einzelne Personen: AllowTeamsConsumer bleibt True, AllowTeamsConsumerInbound False; Set-CsExternalAccessPolicy -Identity Global -EnableTeamsConsumerAccess $false und eine eigene Richtlinie mit -EnableTeamsConsumerAccess $true.
Bezüge
- SCuBA-Baselines der CISA
- MS.TEAMS.2.2v2: Nicht verwaltete Konten können keinen Kontakt aufnehmenMS.TEAMS.2.3v2: Kein Kontakt zu nicht verwalteten Konten
- BSI IT-Grundschutz-Kompendium (Edition 2023)
- APP.5.4.A4: Deaktivierung nicht benötigter Funktionen und Dienste
- DSGVO Art. 32 Abs. 1
- lit. b: Vertraulichkeit, Integrität, Verfügbarkeit und Belastbarkeit
Die SCuBA-Baselines veröffentlicht die US-Behörde CISA gemeinfrei (CC0). Die Zuordnung der Bezüge stammt von uns; CISA, BSI und Microsoft prüfen oder empfehlen Auditspiegel nicht. Prüfkatalog von Auditspiegel, Bezug zu den SCuBA-Baselines in Version 2.0.0.